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New Normal? Viele Mittelständler verunsichert die Arbeitswelt der Zukunft

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Eine aktuelle Studie der Haufe Group zeigt, dass viele mittelständische Unternehmen nicht wissen, wie sie auf die Anforderungen der veränderten Arbeitswelt reagieren sollen.

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Eine Vielzahl der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat auch zwei Jahre nach der Corona-Pandemie noch kein Konzept für Home-Office oder Remote Work. Das geht aus der aktuellen Studie mit dem Titel „Arbeitswelt der Zukunft im Mittelstand“ hervor, die das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Haufe Group im Mai 2022 durchgeführt hat. Zwar haben sich die meisten der befragten Unternehmen durchaus Gedanken über künftige Regelungen zu Hybrid Work gemacht, und mehr als die Hälfte hat auch bereits konkrete Konzepte erarbeitet. Mehr als ein Viertel der Befragten geben zudem an, dass in ihrem Unternehmen konkrete Konzepte umgesetzt werden. Das heißt aber keineswegs, dass diese Unternehmen auch auf die neuen Arbeitsformen setzen. Manche kehren zur Präsenzpflicht zurück, andere stellen eher willkürliche Regeln auf. In vier von zehn Unternehmen sind noch gar keine Regelungen getroffen oder kommuniziert worden, oder es existieren allenfalls erste Überlegungen.


„Die Pandemie hat wie ein Katalysator für hybride Arbeitsmodelle gewirkt. Digitale Zusammenarbeit und neue Arbeitsformen sind dadurch allgemein in den Fokus gerückt“, kommentiert Birte Hackenjos, CEO der Haufe Group, die Ergebnisse der Studie. „In der Haufe Group haben wir die Mitarbeitenden in den Transformationsprozess miteinbezogen – das Ergebnis: Bei uns entscheiden die Teams eigenverantwortlich darüber, wie sie ihre Zusammenarbeit organisieren. Sie können ihre Bedürfnisse am besten einschätzen.”

Die Arbeitswelt der Zukunft wird von hybriden Lösungen geprägt


Für die Studie wurden sowohl leitende Angestellte als auch Mitarbeiter:innen ohne Führungsposition aus Unternehmen der Bereiche Dienstleistung, Handel und Produktion befragt. Die meisten Führungskräfte sehen demnach heute schon die Vorteile von Home-Office und Hybrid Work. Nicht-leitende Angestellte jedoch wollen stärker an der Entwicklung beteiligt werden. Dazu gehört auch, sie nicht nur mit Laptop und Microsoft Teams auszustatten, sondern ihnen auch Schulungen und Weiterbildungen im Hinblick auf Teamwork und Selbstorganisation anzubieten, um so auch dem kulturellen Wandel Rechnung zu tragen.

Unternehmen, die sich bisher nicht fokussiert oder gar nicht mit den neuen Arbeitsmodellen, der Veränderung in der Arbeitswelt und den Wünschen ihrer Mitarbeiter:innen beschäftigt haben, haben hier Nachholbedarf. Schon vor der Corona-Pandemie befand sich die Arbeitswelt aufgrund der Digitalisierung im Wandel. Durch die Pandemie wurde dies deutlich beschleunigt. Wer als Arbeitgeber attraktiv sein will, sollte diesen Wandel berücksichtigen. Arbeitnehmer:innen wünschen sich Mitgestaltung, mehr Eigenverantwortung, mehr Flexibilität und mehr Beteiligung – auch das ist ein Ergebnis der Studie der Haufe Group. Das bedeutet aber auch, dass Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen Vertrauen entgegenbringen müssen. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist: Es gibt kein „one size fits all“ – es gibt nicht das eine Konzept, das jedes Unternehmen für sich als perfektes Arbeitsmodell anwenden kann. Jedes Unternehmen sollte ein für seine Prozesse und Aufgaben passendes Hybridmodell entwickeln und unternehmensweit umsetzen.

Flexibel, erfolgreich und resilient


Auf (unerwartete) Veränderungen reagieren zu können, ist eine der wesentlichen Herausforderungen, vor denen mittelständische Unternehmen heute stehen. Eine andere Herausforderung ist die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Hybride Arbeitsmodelle, die zum Unternehmen passen, helfen hier weiter. Sie stärken die Bindung an das Unternehmen, steigern die Anziehungskraft der Unternehmens- und Personalmarke und erhöhen die Arbeitszufriedenheit. Die Studie zeigt, dass Fach- und Führungskräfte sich flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitsweisen wünschen. Sie möchten mehr Eigenverantwortung und erwarten eine größere Aufgeschlossenheit der Unternehmen gegenüber digitalen Technologien.


Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland stehen vor großen Aufgaben. Sie müssen Antworten auf Disruption, veränderte Verfahren, Lieferketten, Prozesse, Kulturen, kurz: eine veränderte Welt finden. Mit ihren Millionen Beschäftigten leisten diese Unternehmen, die häufig in Familienbesitz sind, einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung. Mittelständische Unternehmen entwickeln sich erfolgreich, wenn sie sich wandeln und sich gleichzeitig doch treu bleiben. Das bedeutet auch, dass sie Innovationsprozesse, auch bei der Arbeitsgestaltung, aktiv angehen sollten. Der Umbruch in der Arbeitswelt ist eklatant. Mittelständische Unternehmen können ihre Transformation selbst vorantreiben und auch in Zukunft wirtschaftliche Erfolgsmodelle bleiben.

Über die Studie
In der Studie zur „Arbeitswelt der Zukunft im Mittelstand“ wurden bundesweit vom 3. bis 16. Mai 2022 mittelständische Unternehmen in Deutschland (50 - 10.000 Mitarbeiter:innen) aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Produktion befragt. Die befragten Mitarbeiter:innen mussten einen Beruf ausüben, in dem Home-Office (teilweise) möglich oder theoretisch möglich war. Die Studie besteht aus einer qualitativen Vorstudie mit Einzelexplorationen und einer quantitativen Onlinebefragung. Insgesamt wurden 1.042 Onlineinterviews geführt, 263 davon mit Führungskräften. Im Fokus standen Fragen nach der Arbeit im Home-Office, da Home-Office als Überbegriff für alle Formen von Mobile Work dient und durch die Home-Office-Pflicht alle befragten Unternehmen davon betroffen waren.

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Eine Vielzahl der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat auch zwei Jahre nach der Corona-Pandemie noch kein Konzept für Home-Office oder Remote Work. Das geht aus der aktuellen Studie mit dem Titel „Arbeitswelt der Zukunft im Mittelstand“ hervor, die das Marktforschungsunternehmen Kantar im Auftrag der Haufe Group im Mai 2022 durchgeführt hat. Zwar haben sich die meisten der befragten Unternehmen durchaus Gedanken über künftige Regelungen zu Hybrid Work gemacht, und mehr als die Hälfte hat auch bereits konkrete Konzepte erarbeitet. Mehr als ein Viertel der Befragten geben zudem an, dass in ihrem Unternehmen konkrete Konzepte umgesetzt werden. Das heißt aber keineswegs, dass diese Unternehmen auch auf die neuen Arbeitsformen setzen. Manche kehren zur Präsenzpflicht zurück, andere stellen eher willkürliche Regeln auf. In vier von zehn Unternehmen sind noch gar keine Regelungen getroffen oder kommuniziert worden, oder es existieren allenfalls erste Überlegungen.


„Die Pandemie hat wie ein Katalysator für hybride Arbeitsmodelle gewirkt. Digitale Zusammenarbeit und neue Arbeitsformen sind dadurch allgemein in den Fokus gerückt“, kommentiert Birte Hackenjos, CEO der Haufe Group, die Ergebnisse der Studie. „In der Haufe Group haben wir die Mitarbeitenden in den Transformationsprozess miteinbezogen – das Ergebnis: Bei uns entscheiden die Teams eigenverantwortlich darüber, wie sie ihre Zusammenarbeit organisieren. Sie können ihre Bedürfnisse am besten einschätzen.”

Die Arbeitswelt der Zukunft wird von hybriden Lösungen geprägt


Für die Studie wurden sowohl leitende Angestellte als auch Mitarbeiter:innen ohne Führungsposition aus Unternehmen der Bereiche Dienstleistung, Handel und Produktion befragt. Die meisten Führungskräfte sehen demnach heute schon die Vorteile von Home-Office und Hybrid Work. Nicht-leitende Angestellte jedoch wollen stärker an der Entwicklung beteiligt werden. Dazu gehört auch, sie nicht nur mit Laptop und Microsoft Teams auszustatten, sondern ihnen auch Schulungen und Weiterbildungen im Hinblick auf Teamwork und Selbstorganisation anzubieten, um so auch dem kulturellen Wandel Rechnung zu tragen.

Unternehmen, die sich bisher nicht fokussiert oder gar nicht mit den neuen Arbeitsmodellen, der Veränderung in der Arbeitswelt und den Wünschen ihrer Mitarbeiter:innen beschäftigt haben, haben hier Nachholbedarf. Schon vor der Corona-Pandemie befand sich die Arbeitswelt aufgrund der Digitalisierung im Wandel. Durch die Pandemie wurde dies deutlich beschleunigt. Wer als Arbeitgeber attraktiv sein will, sollte diesen Wandel berücksichtigen. Arbeitnehmer:innen wünschen sich Mitgestaltung, mehr Eigenverantwortung, mehr Flexibilität und mehr Beteiligung – auch das ist ein Ergebnis der Studie der Haufe Group. Das bedeutet aber auch, dass Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen Vertrauen entgegenbringen müssen. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist: Es gibt kein „one size fits all“ – es gibt nicht das eine Konzept, das jedes Unternehmen für sich als perfektes Arbeitsmodell anwenden kann. Jedes Unternehmen sollte ein für seine Prozesse und Aufgaben passendes Hybridmodell entwickeln und unternehmensweit umsetzen.

Flexibel, erfolgreich und resilient


Auf (unerwartete) Veränderungen reagieren zu können, ist eine der wesentlichen Herausforderungen, vor denen mittelständische Unternehmen heute stehen. Eine andere Herausforderung ist die Gewinnung von Fach- und Führungskräften. Hybride Arbeitsmodelle, die zum Unternehmen passen, helfen hier weiter. Sie stärken die Bindung an das Unternehmen, steigern die Anziehungskraft der Unternehmens- und Personalmarke und erhöhen die Arbeitszufriedenheit. Die Studie zeigt, dass Fach- und Führungskräfte sich flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitsweisen wünschen. Sie möchten mehr Eigenverantwortung und erwarten eine größere Aufgeschlossenheit der Unternehmen gegenüber digitalen Technologien.


Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland stehen vor großen Aufgaben. Sie müssen Antworten auf Disruption, veränderte Verfahren, Lieferketten, Prozesse, Kulturen, kurz: eine veränderte Welt finden. Mit ihren Millionen Beschäftigten leisten diese Unternehmen, die häufig in Familienbesitz sind, einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung. Mittelständische Unternehmen entwickeln sich erfolgreich, wenn sie sich wandeln und sich gleichzeitig doch treu bleiben. Das bedeutet auch, dass sie Innovationsprozesse, auch bei der Arbeitsgestaltung, aktiv angehen sollten. Der Umbruch in der Arbeitswelt ist eklatant. Mittelständische Unternehmen können ihre Transformation selbst vorantreiben und auch in Zukunft wirtschaftliche Erfolgsmodelle bleiben.

Über die Studie
In der Studie zur „Arbeitswelt der Zukunft im Mittelstand“ wurden bundesweit vom 3. bis 16. Mai 2022 mittelständische Unternehmen in Deutschland (50 - 10.000 Mitarbeiter:innen) aus den Bereichen Dienstleistung, Handel und Produktion befragt. Die befragten Mitarbeiter:innen mussten einen Beruf ausüben, in dem Home-Office (teilweise) möglich oder theoretisch möglich war. Die Studie besteht aus einer qualitativen Vorstudie mit Einzelexplorationen und einer quantitativen Onlinebefragung. Insgesamt wurden 1.042 Onlineinterviews geführt, 263 davon mit Führungskräften. Im Fokus standen Fragen nach der Arbeit im Home-Office, da Home-Office als Überbegriff für alle Formen von Mobile Work dient und durch die Home-Office-Pflicht alle befragten Unternehmen davon betroffen waren.

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