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Die Corona-Pandemie als Digitalisierungsbeschleuniger

DigitalisierungStory

Den Umbruch konsequent vollziehen… klingt einfach, ist es aber nicht. Wie es am ehesten gelingt, das digital Erlernte in nachhaltige Konzepte für die Zukunft zu überführen, darum geht es im folgenden Artikel.

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Mitarbeiter:innen wechseln heute stärker als je zuvor zwischen Büro und Home Office. Das Arbeiten in virtuellen Teams ist längst Routine geworden. Aussteller:innen und Besucher:innen prüfen sorgfältig, ob sie in Präsenz oder digital an einer Messe teilnehmen. Um Ausfälle in Lieferketten zu minimieren, setzen Unternehmen auch auf heimische Produktion. Die Welt nach der Pandemie ist eine andere als zuvor und wird uns weiter vor komplexe Herausforderungen stellen. Was müssen Unternehmen tun, um zukunftsfähig zu sein?


1. Die Transformation nachhaltig gestalten


Rein wirtschaftlich gesehen war die Corona-Pandemie zwar bedrohlich, für viele Unternehmen aber auch Antrieb und Notwendigkeit, nach einem Plan B zu suchen. So schafft eine weltweite Pandemie, was zuvor teils ehrgeizige CEOs und immer ausgefeiltere Software und Technologien nicht geschafft haben: Digitalisierung ernst zu nehmen und endlich anzugehen.
Viele Unternehmer, die sich auf die neuen Herausforderungen schnell eingelassen haben, wurden für ihren Mut belohnt. Hersteller:innen von Papiertaschentüchern produzierten Atemschutzmasken, Unternehmen bauten ihre digitalen Marketing- und Vertriebswege aus. Und gastronomische Betriebe sicherten ihre Existenz, indem sie auf Essen zum Mitnehmen umstellten. Jetzt gilt es, nicht in alte Muster zu verfallen, die angestoßenen Veränderungen nachhaltig auszugestalten und in zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu gießen. Denn besonders erfolgreich schlugen sich in der Pandemie die Unternehmen, die bereit waren, sich neu zu erfinden und nachhaltig zu verändern.


2. Teams als neue Organisationseinheit


Alte Routinen abschütteln, neue Prozesse einführen: Viele Unternehmen veränderten und flexibilisierten ihre Strukturen innerhalb kürzester Zeit, um auch in der neuen Realität handlungsfähig und erfolgreich zu sein. Strikte Arbeitsteilung und die starre Organisation in Silos haben in diesem Prozess keinen Platz mehr. Unternehmen fördern künftig nicht mehr nur die Entwicklung ihrer Organisation und ihrer Mitarbeiter:innen: Teams werden als neue Organisationseinheit immer wichtiger und formulieren eigene Bedürfnisse an die Arbeitswelt der Zukunft.
Selbstorganisierte Teams mit unterschiedlichen Expertisen und Skills beginnen, ihr Wissen auszutauschen und mit gemeinsamen Zielen an Projekten zu arbeiten. Führungskräfte können diesen Wandel fördern. Am Ende sind es aber die Menschen selbst, die den Wandel leben müssen. Sie machen den Unterschied. Und sie machen den Erfolg. Dafür müssen Unternehmen nicht nur ihre Strukturen verändern und ihren Führungsstil neu denken. Es gilt, technische und soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Teams ihre Fähigkeiten und ihr Potenzial frei entfalten können. So befähigt man Menschen. Und so bleiben Unternehmen flexibel und anpassungsfähig.


3. Den passenden Rahmen schaffen


Ob mobile Arbeitsplätze, innovative und interaktive Tools oder individuelle, kontextabhängige Lernangebote: Viele Unternehmen statteten ihre Teams in den letzten Monaten mit mobilen Geräten aus, schickten sie ins Home Office und ermöglichten die gemeinsame Arbeit. Mit Tools wie Microsoft Teams oder Zoom erleichterten sie die Kommunikation zwischen Mitarbeiter:innen und förderten ihre Vernetzung sowie die Fort- und Weiterbildung in hybriden Arbeitsräumen. Über Cloudspeicher wie OneDrive oder Dropbox arbeiteten Teams unabhängig von Ort und Zeit an ihren Projekten.
Die Pandemie wird eines Tages vorüber sein. Bleiben wird unsere komplexe Welt mit ihren Herausforderungen. 73 Prozent der Mitarbeiter:innen wollen laut dem Microsoft Work Trend Index in Zukunft zwischen Präsenzarbeit und mobiler Arbeit flexibel wechseln, wie es eben gerade passt. 66 Prozent der Unternehmen geben an, Arbeitsplätze für hybrides Arbeiten entwickeln zu wollen. Das bedeutet einen Paradigmenwechsel, der dringend notwendig ist und gestaltet werden muss.


4. Das Potenzial von Digitalisierung nutzen


Für den oben beschriebenen Transformationsprozess ist Digitalisierung der Schlüssel. Vor der Pandemie stellte sie uns vor große Herausforderungen. Offen gesagt wurde vielen das ständige Herumreiten auf Digitalisierung und die in aller Munde beschriebene digitale Transformation mitunter lästig. Allerdings wäre unsere global vernetzte Welt mit ihren komplexen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zusammenhängen ohne das Internet, moderne Software und Technologien undenkbar. Daten und ihre Verarbeitung entwickelten sich erst mithilfe maschineller Lernverfahren zum „Öl des 21. Jahrhunderts“. In der Pandemie haben wir gelernt, wozu uns die Digitalisierung befähigt. Sie gibt uns neue und kreative Lösungswege an die Hand, um mit den Herausforderungen umzugehen und Nachteile in Vorteile umzuwandeln.


Fazit: Viele Herausforderungen, ein Schlüssel


In der globalisierten Welt können wir mithilfe digitaler Kommunikationsmittel über Zeitzonen und Ozeane hinweg mit Geschäftspartner:innen, Kolleg:innen und Freund:innen kommunizieren. Innovative Tools erlauben uns, neue Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen Teams in neuen Konstellationen an Projekten arbeiten. Wir haben diese Erfahrungen erprobt und wir haben erste Erfolge gefeiert. Nun gilt es, den Umbruch konsequent zu vollziehen, der sich schon lange vor der Pandemie angekündigt hat. Aus den Erfahrungen lernen und das neue Wissen nutzen ist der Weg. Eins ist schließlich klar geworden: Die kommenden Herausforderungen können wir nur kreativ, gemeinsam und mithilfe moderner, digitaler Lösungen bewältigen.

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