Geschützte Räume
Was wir für Datenschutz von der Natur lernen können


Ein Gespräch mit unserem Konzerndatenschutzbeauftragten Raik Mickler.
Über Datenschutz, Freiheit und Vertrauen.
So wie ein Naturschutzgebiet wertvolle Lebensräume schützt, setzt sich die Haufe Group im digitalen Raum für den verantwortungsvollen Umgang mit Daten ein.
Datenschutz ist dabei mehr als die Einhaltung von Regeln. Er ist auch eine Haltung: bewusst mit Informationen umzugehen, die anderen gehören oder andere betreffen.
Datenschutz ist für uns Teil digitaler Verantwortung. Denn Vertrauen entsteht dort, wo Menschen sicher sein können, dass ihre Daten respektvoll, transparent und verantwortungsvoll behandelt werden.
Über diese Verantwortung und die Frage, warum wir Datenschutz als Menschenrecht verstehen, spricht unsere Kollegin Denise Schröter von Corporate Communication mit Raik Mickler.

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Warum Transparenz die Grundlage von Datenschutz ist
„Vertrauen entsteht, wenn ich verstehen kann, was mit meinen Daten passiert.“
Wie klares Wasser sichtbar macht, was darunter liegt, geht es auch beim Datenschutz darum, nachvollziehbar zu machen, was im Hintergrund passiert.
Warum ist Transparenz im Umgang mit Daten wichtig?
Weil wir es mit etwas zu tun haben, das man nicht direkt sieht. Datenverarbeitung passiert im Hintergrund. Man bekommt sie in unserem immer digitaleren Lebensalltag oft gar nicht mit, aber gleichzeitig bestimmt sie ihn zunehmend.
Transparenz hilft dabei, das greifbar zu machen. Sie zeigt, was passiert, wofür Daten genutzt werden und verhindert so ein Gefühl von Kontrollverlust. Genau daraus entsteht Vertrauen – nicht, weil etwas behauptet wird, sondern weil es nachvollziehbar ist.
Viele Menschen lesen Datenschutzerklärungen nicht. Was bedeutet das für euch?
Das ist ein gutes Beispiel. Viele klicken Informationstexte einfach weg, weil sie weiterkommen wollen. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Für uns ist das ein Signal, Dinge anders zu erklären. Klarer, kürzer und verständlicher. Nicht nur fachlich korrekt, sondern so, dass Menschen wirklich Orientierung bekommen. Und zwar immer dann, wenn es relevant wird.
Wir können durch die Art und Weise, wie wir Produkte und Prozesse gestalten, dazu beitragen, dass verstanden wird, was mit bestimmten Daten passiert. Zum Beispiel durch einen klaren Hinweis, dass man mit einer KI kommuniziert und bestimmte sensible Daten besser nicht eingeben sollte.
UNSER BEITRAG
Wir informieren transparent über Datenverarbeitungen und halten uns an die Grundprinzipien der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

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Wie wir auf dem richtigen Weg bleiben
„Schutz entsteht nicht durch Verbote, sondern durch gute Entscheidungen.“
Gute Orientierung schafft Sicherheit. Das gilt im Wald genauso wie im Umgang mit Daten.
Ist Datenschutz nicht vor allem ein Regelwerk, das man abhaken muss?
Ich kann nachvollziehen, warum dieser Eindruck entsteht. Viele begegnen Datenschutz zuerst über Regeln und Vorgaben. Für mich greift das aber zu kurz. Datenschutz ist der Rahmen, innerhalb dessen wir bewusst entscheiden, wie wir mit Daten umgehen. Er sagt uns nicht nur, was erlaubt ist, sondern hilft dabei, im Arbeitsalltag gute Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, welche Daten wir nutzen und in welchem Umfang. Das ist ähnlich in der Natur, wo Ressourcen verantwortungsvoll genutzt werden müssen.
Was verändert sich, wenn Datenschutz von Anfang an mitgedacht wird?
Dann wird Datenschutz Teil der Lösung und nicht etwas, das man nachträglich „ergänzt“. Das verändert vor allem die Arbeitsweise: Man muss nicht im Nachhinein korrigieren oder einschränken, sondern trifft von Anfang an bessere Entscheidungen. In unserer Produktentwicklung sprechen wir hier von „Privacy by Design“. Systeme und Prozesse sind so aufgebaut, dass sie einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten selbstverständlich machen.
UNSER BEITRAG
Datenschutz ist fester Teil unserer Produkte und Lösungen – und hilft uns und unseren Kund:innen, ihn im Alltag umzusetzen.

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Verantwortung braucht viele Schultern
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„Was sichtbar wird, braucht starke Wurzeln.“
Datenschutz in der Haufe Group ist keine Einzelleistung. Er wird wirksam, wenn viele Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam daran arbeiten.
„Datenschutzbeauftragter“ – das klingt nach einer Ein-Personen-Aufgabe. Ist das so?
Ganz und gar nicht. Datenschutz ist Teamarbeit. Wir sind ein interdisziplinäres Datenschutzteam. Gemeinsam arbeiten wir täglich an sehr unterschiedlichen Fragestellungen. Das reicht von der Bewertung neuer Technologien bis zur Begleitung konkreter Projekte.
Wie wird Datenschutz im Alltag im Unternehmen verankert?
Neben dem zentralen Team gibt es bei uns in vielen Bereichen zusätzlich Datenschutzkoordinator:innen. Sie sind nah an den operativen Teams und kennen deren Alltag. Dadurch sorgen sie dafür, dass Datenschutz nicht als abstrakte Vorgabe ankommt, sondern als gelebte Praxis. So wird Datenschutz Teil von Projekten, Entscheidungen und täglichen Abläufen.
UNSER BEITRAG
Datenschutz wird von vielen getragen – mit klaren Verantwortlichkeiten, definierten Prozessen und einem konzernweiten Datenschutzmanagementsystem (DSMS).
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Was Moos und persönliche Daten gemeinsam haben
„Manche Bereiche reagieren sensibel auf Eingriffe. So wie persönliche Daten.“
Mooslandschaften wirken unscheinbar, sind aber empfindlich. Wer sie betritt, hinterlässt Spuren. Auch im Umgang mit Daten geht es darum, sich dieser Wirkung bewusst zu sein und entsprechend zu handeln.
Was macht manche Daten sensibel?
Daten wirken oft abstrakt, sind es aber selten. Sie stehen häufig für einzigartige Menschen – mit ihren persönlichen Informationen, Verhaltensweisen oder Entscheidungen. Daten erlauben oft deutlich mehr Rückschlüsse als man zunächst vermuten würde. Gleichzeitig geht es in unserem Kontext häufig auch um Kundendaten, die sensibel sind, weil sie die Mitarbeitenden unserer Kunden direkt betreffen.
Je mehr Daten über Menschen aussagen, desto größer ist unsere Verantwortung im Umgang damit. Deshalb prüfen wir bewusst, welche Daten wir wirklich brauchen und auf welche wir verzichten.
Wie stellen wir sicher, dass wir nur die Daten nutzen, die wirklich notwendig sind?
Wir stellen uns immer zuerst die Frage: Wofür brauchen wir diese Daten eigentlich? Wenn wir darauf keine klare Antwort haben, lassen wir es.
Und wenn wir sie brauchen, dann so gezielt wie möglich. Diese Abwägung passiert jeden Tag, in Projekten, Abstimmungen und vielen kleinen Entscheidungen. Deshalb stärken wir dieses Bewusstsein bei unseren Mitarbeitenden durch Schulungen und klare Leitlinien.
UNSER BEITRAG
Durch klare Prinzipien wie Datenminimierung und Zweckbindung, verbindliche Prozesse und Prüfungen im Umgang mit Daten, sowie regelmäßige Schulungen für alle Mitarbeitenden leben wir Datenschutz konsequent.
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„Datenschutz ist für uns ein Menschenrecht. Denn er schützt unsere Freiheit.“
Raik Mickler
Konzerndatenschutzbeauftragter, Haufe Group
Datenschutz schafft den Raum, den Menschen brauchen, um sich offen zu bewegen, zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln.
Denn Datenschutz schützt nicht nur Daten. Er schützt Menschen, ihr Vertrauen und ihre Freiheit, selbstbestimmt zu handeln. Deshalb ist Datenschutz für uns mehr als eine gesetzliche Verpflichtung.
Er ist Ausdruck von Verantwortung.



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